Deutsche Wirtschaft steigt, Bierabsatz sinkt | Nachrichten | DW

Das Statistische Bundesamt hat am Freitag mitgeteilt, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2021 um 1,5 % gestiegen ist.

Destatis, der deutsche Name für das Statistikamt, führte den vierteljährlichen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts auf steigende Haushalts- und Staatsausgaben zurück, nachdem mehrere Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben wurden.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Dreimonatszeitraum um 9,6 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2020, als Deutschland in einen tiefen Lockdown geriet und Europas größte Volkswirtschaft in die tiefste Rezession seit der Finanzkrise 2009 stürzte.

Wird Deutschlands BIP 2021 weiter wachsen?

Einige Analysten gehen davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr weiter stark erholt. Die Institute of Economic Forecasting erwarten ein BIP-Wachstum zwischen 3,2% und 3,9%.

Trotz der Verbesserung gibt es eine Reihe von Bedenken hinsichtlich der Gesundheit des Wirtschaftswachstums des Landes.

Während es gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres gestiegen ist, war das BIP im zweiten Quartal niedriger als die 2 %-Ökonomen für den Zeitraum erwartet hatten.

Zudem ist die Wirtschaft noch nicht zu ihrer Größe vor der Pandemie zurückgekehrt.

Das Census Bureau sagte, dass das BIP im zweiten Quartal immer noch um 3,4% niedriger war als im letzten Quartal 2019 – dem letzten Quartal vor Beginn der Pandemie.

Einige Ökonomen haben auf globale Engpässe in der Lieferkette hingewiesen, die die deutsche Produktion behindern. Dazu gehört auch die Halbleiterknappheit, die den Automobilsektor immer wieder trifft.

Zudem bestehen Bedenken, dass die Ausbreitung des hochansteckenden Delta-Coronavirus künftig zu Schließungen führen könnte.

Wie sieht es mit dem deutschen Bierverkauf aus?

Während die Konsumausgaben stiegen, zeigten die deutschen Bierverkäufe die anhaltenden Auswirkungen der Coronavirus-Beschränkungen.

Nach Angaben von Destatis am Freitag waren die Verkäufe in der ersten Hälfte dieses Jahres 2,7 % niedriger als im Vorjahr.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verkauften Brauereien und Händler in Deutschland von Januar bis Juni rund 4,2 Milliarden Liter (1,1 Milliarden Gallonen) Bier. In dieser Zahl sind alkoholfreies Bier oder von außerhalb der Europäischen Union importiertes Bier nicht enthalten.

Davon wurden rund 3,3 Milliarden Liter im Inland abgesetzt, 4,9% weniger als im Vorjahr.

Dagegen stiegen die Exporte in die Europäische Union um 3,5 % und ins Ausland um 11,9 %, konnten aber den insgesamt geringeren Bierabsatz nicht ausgleichen.

Der Berliner Brauereiverband sagte: „Nach sieben Monaten Schließung beginnt die Outdoor- und Indoor-Gastronomie nur langsam wieder zu öffnen. Stopps und Neugründungen in der Branche wirken sich stark auf den Brauereiabsatz und den Fassbierbereich aus.“ .

Sie fügte hinzu, dass Mikrobrauereien, die vom Gastgewerbe- und Veranstaltungssektor abhängig sind, besonders hart getroffen wurden.

kmm/sri (dpa, AP)

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